Logo

  

Willkommen bei der Milchtierherden-Betreuungs- und Forschungsgesellschaft mbH (MBFG)

Wir engagieren uns für
fitte Kühe*,
gesunde Euter,
bekömmliche Milch
und wirtschaftliche Produktion.

Schnell, zuverlässig und jeden Tag!

* bzw. Ziegen, Schafe und andere milchgebende Tiere

Sommerliche Keimblüte

Als es sommerlich warm wurde, tauchten sie im Probenmaterial der MBFG prompt wieder besonders oft auf. Bunte Mischungen von Keimen. Bunt und bedauerlich.

Wenn es warm ist, vermehren sich Keime stärker. Das gilt auch für die auf der Haut der Tiere und in deren Umgebung lebenden Keime. Deshalb gibt es während der warmen Jahreszeit eine größere Infektionsgefahr für die Euter der Kühe. Aber im Sommer bedarf es auch besonders sorgfältiger Probennahme, um diagnostisch aussagekräftige Proben zu bekommen. Denn die meisten bekannten Arten von mikrobiellen Mastitiserregern sind auch typische Haut- bzw. Schmutzkeime.

Bunte Keimmischungen in Milchproben bedeuten in der Regel nicht, dass man wilde Mischinfektionen der betreffenden Euterviertel hat. In den meisten Fällen hat die hygienische Probennahme nicht geklappt.

Gerade im Sommer ist es nicht völlig einfach, in einer Melkstand- oder Stallumgebung eine ganz saubere Gewinnung von Viertelanfangsgemelksproben hinzubekommen. Am besten ist es aber, wenn gar keine Haut- und Schmutzkeime ins Probenmaterial gelangen. Denn solche Keime behindern die mikrobiologische Mastitisdiagnostik. Ganz gleich ob die Untersuchung kulturell oder mittels PCR erfolgt.

Bunte Keimmischungen hoher Konzentration stellen unlösbare Rätsel dar: Welche der Keime waren zuvor im Euter und welche auf der Haut oder im Schmutz?

In den von der MBFG für die Gewinnung und den Transport von Viertelanfangsgemelksproben ausgegebenen Kunststoffröhrchen ist ein Konservierungsmittel enthalten. Dieses Mittel soll die Proben auf dem Weg ins Labor auch dann frisch halten, wenn die Proben ungekühlt transportiert werden. Ist es aber sehr warm, reichen weniger Haut- bzw. Schmutzkeime schon aus, um das Mittel zu überfordern. Vermehren sich die Keime während des Transports stark, findet man bei der Untersuchung bunte Keimmischungen. Und dann hat man den (bunten) Salat!

Daher im Sommer bitte ganz besonders um blitzsaubere Probennahme bemühen. Das ist nicht kinderleicht. Aber mit Sorgfalt in der Regel machbar.


Frischer Doktortitel



Dr. med. vet. Monika Entorf

Wir haben nun eine weitere Frau Doktor in unserem tierärztlichen Team.

Frau Monika Entorf geb. Buß hat am 10.06.2016 von der Tierärztlichen Hochschule Hannover den Titel Dr. med. vet. verliehen bekommen. Dazu gratulieren wir der Kollegin auch an dieser Stelle!

Fr. Dr. Entorf hat sich im Rahmen Ihrer Doktorarbeit intensiv mit der Antibiotikaempfindlichkeitsprüfung von Mastitiserregern befasst. Der Titel ihrer Dissertation lautet: „Vergleichende Analyse der In-vitro Empfindlichkeit Gram-positiver Erreger boviner Mastitiden gegenüber Tylosin mittels Bouillon-Mikrodilution und Agardiffusion.“

Teile der Arbeit haben ihren Niederschlag unter Anderem in drei Veröffentlichungen in angesehenen wissenschaftlichen Fachzeitschriften gefunden. (J. Antimicrob. Chemother., 2014 Jan; 69 (1): 277 – 280; doi: 10.1093/jac/dkt309; Vet. Microbiol. 2014 Jul 16; 171(3 – 4): 368 – 373; doi: 10.1016/j.vetmic.2013.12.014 und Vet. Microbiol. 2015 (in press); doi: 10.1016/j.vetmic.2015.12.003)

Wir freuen uns über die erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit von Fr. Dr. Entorf, die damit in Verbindung stehende gute Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (Standort Mariensee, Arbeitsgruppe Prof. Dr. Stefan Schwarz) und den weiteren Kompetenzzuwachs unseres Teams in puncto Antibiotikaempfindlichkeitsprüfungen von Mastitiserregern.


Milchtierherden-Betreuungs- und
Forschungsgesellschaft mbH (MBFG)
An der Feldmark 16 · 31515 Wunstorf
Tel.: 0 50 31 - 96 90 94
Fax: 0 50 31 - 96 90 95

E-Mail: info@mbfg.de
Nach oben