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Die richtige Gewinnung von Proben ist wichtig!

Wenn Sie hinsichtlich der Gewinnung repräsentativer Proben beraten werden möchten, rufen Sie uns bitte einfach an.

Unser Labor untersucht in besonders hoher Zahl direkt aus Eutern milchliefernder Tiere gewonnene Proben. Die hygienische Gewinnung solcher Proben ist nicht immer einfach. Schließlich erfolgt die Probennahme in der Regel nicht in "klinisch sauberer" Umgebung. Daher geben wir hier zur Gewinnung solcher Proben detaillierte Hinweise.

Eine sorgfältige Entnahme von im Labor zu untersuchenden Proben aus dem Euter ist ent­schei­dend für die Mastitisdiagnostik! Fehler bei der Probeentnahme können zu einer - unter Umständen massiven - Kontamination der Proben mit Umweltkeimen führen.

Bei der Untersuchung stark kontaminierter Proben können wir in der Probe enthaltene Mastitiserreger nicht mehr erkennen.

Manche Keime kommen sowohl in der Umwelt - z. B. auf der Haut oder in Kotpartikeln - als auch als Mastitiserreger im Euter vor.
Das erschwert die Beurteilung der Untersuchungsergebnisse zusätzlich.
Dies gilt besonders für coliforme Keime (Coli), Streptococcus uberis (ScE) und Enterokokken/Fäkalstreptokokken (ScD).

Im Labor wird die Kontamination in der Regel erst offenbar, wenn die Bakterienkultur angezüchtet ist.
Die Untersuchungskosten sind dann schon entstanden
.

So entnehmen Sie die Proben richtig:

Probenröhrchen vor der Probennahme beschriften.
Trockene Röhrchen lassen sich am besten beschriften.
Möglichst nicht die Stopfen beschriften, da diese im Labor entfernt werden.

Tragen Sie bei der Probennahme möglichst Gummihandschuhe.
Einweghandschuhe sind optimal.
Saubere wiederverwendete Haushaltsgummihandschuhe sind immer noch besser als nackte Hände, auf deren Haut häufig Keime sitzen.
Stehen keine Handschuhe zur Verfügung, vor der Probennahme die Hände ordentlich waschen.

Rüsten Sie das Euter vor der Probennahme richtig an.
Vor der Probennahme soll die Milch richtig in die Zitzenzisterne eingeschossen sein. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Milch aus vielen Bereichen des Drüsengewebes in der Milchprobe enthalten ist.

 


Melken Sie mindestens einen Strahl weg, bevor Sie das Probenröhrchen mit Milch aus dem Anfangsgemelk füllen.
Die eingesandten Milchproben sollen keine Keime enthalten, die zuvor an den Wandungen des Strichkanals hafteten.
Für die Diagnostik sind jene in einer Milchprobe enthaltene Keime von Bedeutung, die zuvor im Inneren des Milchdrüsengewebes gesiedelt haben.


Zitzen mit einem trockenen oder leicht feuchten Eutertuch reinigen.
Die Zitzenhaut darf nicht nass sein, denn sonst melken Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgeschwemmte Keime in die Probe.


Desinfizieren Sie die Zitzenkuppe mit 70%igem Alkohol.
Dazu eignet sich ein Desinfektionstüchlein oder ein Wattebausch bzw. Papiertuch in Kombination mit 70%igem Alkohol (durch Wasserzusatz auf circa 70% verdünnter Spiritus oder 70%iger Isopropanol aus der Apotheke).
Mit Drehbewegungen erreichen Sie den größten Effekt.


   
Das Desinfektionsmittel anschließend von der Haut der Zitzenkuppe verdunsten lassen.


Nach der Desinfektion nochmals einen Strahl Milch verwerfen, bevor Sie die Probe nehmen.
Dadurch verhindern Sie, dass Desinfektionsmittel in die Probe gelangt und die Mastitiserreger möglicherweise so schädigt, dass sie im Labor nicht mehr nachgewiesen werden können.

Achten Sie darauf, dass Ihnen bei der Probennahme aus dem Euter keine Milch über die Hände läuft.
Auch auf Ihrer Haut befinden sich Keime.
Unter Umständen auch Mastitiserreger aus dem Euter eines zuvor von Ihnen gemolkenen Tieres.
Diese Keime sollten keinesfalls in eine spätere Milchprobe gelangen.
Ist doch Milch über die Hand gelaufen?
Dann diese waschen und abtrocknen, bevor Sie weitere Proben nehmen.
Das gilt auch, wenn Sie Gummihandschuhe tragen.


Fassen Sie den Stopfen des Probenröhrchens stets nur am oberen Rand an.
Denn wenn Keime von Ihrer Hand auf den unteren Stopfenteil gelangen, führt dies auch zu einer Kontamination der Probe.
Sie müssen den abgezogenen Stopfen irgendwo ablegen?
Stellen Sie den Stopfen auf seine Kopffläche oder legen sie ihn auf seine Seite!

Ist versehentlich doch Schmutz mit ins Röhrchen gelangt? Dann die betreffende Probe vorzugsweise verwerfen und eine neue Probe aus demselben Euterviertel in ein neues Probenröhrchen füllen. Denn mit Schmutz können viele Keime in die Milch gelangen. Und solche Keime beeinträchtigen die Suche des Labors nach Mastitiserregern in der jeweiligen Milchprobe.


Milchtierherden-Betreuungs- und Forschungsgesellschaft mbH (MBFG)
An der Feldmark 16 · 31515 Wunstorf
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